“Alex” segelt in die Karibik
Die Bark „Alexander von Humboldt“ wird künftig in der Karibik segeln. Das teilte die Deutsche Stiftung Sail-Trainig (DSST) am Freitag mit. Der Vertrag mit einem ortsansässigen Unternehmer soll nach Weihnachten unterzeichnet werden. Das Schiff, das mit seinem grünen Rumpf und den grünen Segeln aus der TV-Werbung bekannt geworden ist, soll in Freeport auf den Bahamas eine neue Heimat finden.
Die DSST hatte das 105 Jahre alte Segelschiff im September 2011 durch den Neubau „Alexander von Humboldt 2“ abgelöst. In der Karibik soll die alte Dame vornehmlich Tagestörns absolvieren. „Der Unterhalt ist zu teuer geworden“, begründete Dietrich Reimers den Neubau. Seit September lag das Schiff in der BVT-Werft und hatte eine bange Zukunft. Jetzt hat es der Unternehmer Manfred Spitzkowsky erworben.
Seine Idee: Die liebevoll „Alex“ genannte Bark wird in Freeport auf den Bahamas stationiert und wird Tagestörns für Touristen anbieten. „Der Boden ist bereitet“, sagt Spitzkowsky. Er habe mit Hotelmanagern und der Tourismusbehörde alles besprochen und auch schon einen Liegeplatz. Er setzt dabei auch auf den Bekanntheitsgrad des Schiffs, ist die Werbung doch auch in den USA gelaufen, die es berühmt machte. Auf dem Schiff selbst soll sich wenig ändern: neue Bänke und eine Bar sind geplant. Im Januar sollen die Umbauten erfolgen. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt, man sei aber relativ zufrieden, hieß es.
Die DSST hatte die „Alex“ im September ablösen lassen, weil die Kosten für die Instandhaltung zu hoch wurden und auch der technische Standard nicht mehr der der internationalen Norm entsprachen, um sie noch als Schiff für Trainees zu nutzen. Daher wurde der Neubau für 15 Millionen Euro realisiert. Teil der Finanzierung war auch der Verkaufserlös für die alte „Alexander von Humboldt“. Zwischenzeitlich gab es auch die Idee, sie in Bremerhaven an Land als Ausbildungsschiff zu nutzen oder sie in einem Bremer Hafen als Touristenattraktion zu nutzen.
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